WOHNSIEDLUNG HOLLIGER

Gemeinsam, vielfältig, daheim: Das ist der Holliger.

Sechs gemeinnützige Bauträger mit einer Vision: Gemeinsam preisgünstigen und nachhaltigen Wohn- und Lebensraum in einer lebendigen Siedlung schaffen. Erfahren Sie mehr über das gemeinsame Projekt.

Mit der generationen durchmischten Wohnsiedlung Holliger wird diese Vision wahr: Auf der Brache der ehemaligen Kehrichtverbrennungsanlage im Quartier Holligen entstehen in den nächsten vier Jahren rund 330 zeitgemässe und bezahlbare Wohnungen. Mietwohnungen und Begegnungsräume für junge, junggebliebene und ältere Menschen, für Einzelpersonen, Wohngemeinschaften und Familien: für alle, die sich nebst einem neuen, wohnlichen Zuhause auch eine gelebte Nachbarschaft wünschen.

Nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner finden neuen Lebensraum im Holliger. Es entsteht auch ein einladender Quartierplatz an der Freiburgstrasse mit Begegnungszone, einem Quartierladen und einem kleinen Bistro. Gewerbeflächen, ein Kindergarten, eine Kita und grosszügige Gemeinschaftsräume, die auch für private Anlässe zur Verfügung stehen, vervollständigen den neuen

Quartierteil. Gemeinsam, vielfältig, daheim: Das ist der Holliger.

 

DIE GEMEINNÜTZIGEN BAUTRÄGER

Sechs Baufelder, sechs Kulturen, eine Baugemeinschaft

Bemerkenswert ist die Kulturvielfalt der gemeinnützigen Bauträger: Insgesamt sechs haben sich für dieses Projekt begeistert und 2017 die Infrastrukturgenossenschaft Holliger ISGH gegründet. Diese koordiniert und plant den Bau der neuen Berner Siedlung Holliger und hat Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit Projektfragen zum Thema Energie, Aussenräume, Gemeinschaftsräume oder Kommunikation auseinandersetzen. In der ISGH sind die folgenden sechs gemeinnützigen Wohnbauträger beteiligt:



GESCHICHTE STANDORT

Wo neuer Lebensraum entsteht

Zwischen Steigerhubel-Schulhaus, Bremgartenwald und Bremgartenfriedhof befand sich die alte Kehrichtverwertungsanlage (KVA) der Stadt Bern. Dank dem Neubau der Kehrichtverwertungsanlage in Forsthaus West kann auf dem alten Areal ein Wohnquartier entstehen. Die Ausrichtung des Hanges nach Südwesten, eine freie Sicht dank der Hanglage, die direkte Nachbarschaft zu Grün- und Erholungsräumen sowie die gute ÖV-Erschliessung bieten beste Voraussetzungen für die Realisierung von attraktivem Wohnraum. Das Warmbächli-Areal wird künftig unter dem Namen «Holliger» mit einer ausgewogenen Mischung von Wohn- und Arbeitsnutzung das umliegende Quartier aufwerten.

Das Zentrum der neuen Bebauung bildet der Holliger Hof wo alle Hauszugänge und die Gemeinschaftsräume liegen . Er wird von Norden nach Süden durchflossen durch einen kleinen Siedlungsbach gespiesen vom Stadtbach. Dieser versorgte fast seit der Gründung das alte Bern mit Nutzwasser. Sein künstlich angelegter Verlauf am Hang ermöglichte im Bereich Holligen ein durchgehendes Gefälle Richtung Altstadt. Das Warmbächli hingegen floss vom Weyermannshaus in der tiefen Lage zum Loryplatz.

Nach und nach wurde der kanalisierte Stadtbach im vorletzten Jahrhundert zugedeckt und fliesst nun fast vergessen von Bümpliz Richtung Hauptbahnhof, durch die Spitalgasse, bis zur Nydegg und in die Aare. Zum Teil ist er erneut sichtbar in der Kram- und Gerechtigkeitsgasse, was Einheimische und Besuchende gleichermassen erfreut. Der Siedlungsbach im Holligerhof trägt das seine dazu bei, den Stadtbach wieder in Erinnerung zu rufen. Mit Rücksicht auf die Sicherheit der spielenden Kindern führt er nur einen Teil des Stadtbachwassers, was gleichzeitig eine ökologisch naturnahe Gestaltung ermöglicht.